Strahlung durch DECT-Telefon Elektrosmog minimieren

Strahlung durch DECT-Telefon Elektrosmog minimieren

Viele denken beim Thema Funkstrahlung in erster Linie an ihr Smartphone bzw. Handy! Kaum einer macht sich jedoch Gedanken was sein schnurloses DECT-Telefon zu Hause angeht. Ausserdem hat man ja schon genug damit zu tun, um sich aus der Vielzahl an Geräten das technisch Beste auszusuchen. Wer denkt da schon an Strahlung? Ausserdem klingt Strahlung so nach “Esoterik” und diesbezüglich sind wir Männer zurecht empfindlich!

Elektromagnetische Felder

Wir messen lieber und sehen dann schwarz auf weiß die elektromagnetischen Felder in unserem Zuhause. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Dann können wir das Ganze auch bewerten und so ggf. die Strahlung minimieren und dennoch weiter einen gewissen Komfort nutzen.

Wie schlimm ist also der Elektrosmog durch DECT-Geräte (Digital Enhanced Cordless Telecommunications)? Soll man die Gefahren billigend in Kauf nehmen oder lohnt ein Vergleich bzgl. der Strahlungsintensität?

Zur Verbinung zwischen DECT-Gerät und DECT-Basisstation (z.B. FritzBox) werden Funkwellen gesendet und empfangen! Es entsteht also ein elektromagnetisches Feld! Dieses ist messbar und hat mit Esoterik oder unbegründeter Angst also erstmal nichts zu tun. Das Ganze ist real und unterliegt rein der Physik!

Strahlung durch DECT-Telefone minimieren

DECT Telefon Elektrosmog minimieren
DECT Telefon Elektrosmog minimieren

Funkwellen spürbar erleben

Diese Funkwellen mit hoher Frequenz durchdringen auch die Zellen im Menschlichen Körper der zu 60 bis 80% aus Wasser besteht. Wer die verstärkende Wirkung von Funkwellen und Körper einmal testen will , kann z.B. seinen Auto-Schlüssel für die Zentralverriegelung per Funk mal auf Reichweite testen und ab dort wo man den PKW nicht mehr abschließen/öffnen kann diesen Schlüssel einfach mal unter das Kinn drücken und nochmals versuchen, oder eben an eine Wasserflasche. So lässt sich die Reichweite vergrößern (das nur nebenbei)! Das zeigt die verstärkende Wirkung ganz anschaulich.

Man kann die Wirkung aber auch direkt spüren , denn wenn man länger telefoniert wird das Ohr bzw. der Kopf an der Seite wo das Mobilteil hingehalten wurde, auch deutlich wärmer! Wer das nicht spürt, kann diesen Effekt mit einer Wärmebildkamera (FLIR etc.) auch visuell darstellen.

Dect vs ECO-Dect

Während ältere DECT-Geräte mit fester Sendeleistung senden, passen aktuelle i.d.R. die Sendeleistung an den Abstand zur Basis-Station (Router) an. Will man seinen Körper nicht zu sehr belasten sollte man in jedem Fall schon mal zu ECO-DECT-Geräten greifen. Sofern das Gerät einen vollständigen ECO Mode hat, kann es die Verbindung zur Basis auch vollständig abschalten, darauf sollte man achten!!!! Das Gerät verbindet sich also nur dann, wenn es auch gebraucht wird.

Mit ECO-DECT muss das FritzFon aber ständig lauschen, ob Funksignale kommen und braucht somit deutlich mehr Strom, was die Akkulaufzeit deutlich verkürzt, am Besten sollte man das Teil dann immer in der Ladestation haben, da könnte man sich also gleich ein schnurgebundenes Telefon zulegen 😉 …
Bis 2009 waren auch CT1+ und CT2 Geräte die mit minimaler Stärke sendeten erlaubt, doch die entsprechenden Frequenzbänder wurden nun anderweitig zugeteilt!

Ausserdem sollte man – neben der Intensität die so schon mal reduziert ist – auch auf die Einwirk-Dauer achten!!!!! Man sollte Fragen stellen um zu wissen ob das Gerät z.B. auch dann funkt, wenn man garnicht telefoniert. Wer möchte schon einen Mobilfunkturm im Haus haben!? Es reicht ja schon der ganze andere Mist , der da so durch die Luft schwingt! Egal ob nun die zig tausenden TV-Sender von den Sateliten, oder die ganzen Radiosender , Mobilfunk und LTE-Frequenzen uvm! Das “ständige ausgesetzt sein” in Verbindung mit der Stärke ist das Problem.
Die einen sagen nun radikal – Gesundheit ist mir lieber als Komfort – sie verzichten lieber gänzlich auf Schnurlos Telefonie, abseits des Smartphones! Während andere einen Mittelweg bevorzugen und sich strahlungsarme Geräte mit ECO-DECT heraussuchen um eine gewisse Bequemlichkeit beizubehalten ohne die Gesundheit überzubelasten. Das muss letztlich jeder mit sich und seinem Gewissen ausmachen. Man muss ja auch nicht Stundenlang via DECT telefonieren! Oder man verwendet ein kabelgebundenes Gerät mit extrem langer Telefonschnur wie das in USA früher üblich war! Auch damit könnte man sich dann bequem auf die Couch lümmeln um Stundenlang zu plaudern – wie Frauen das gerne tun!

Davon abgesehen das Menschen die in einer Wohnung leben – wo ggf. also über , unter und neben einem viele weitere Mieter / Bewohner leben – auf die man ohnehin keinen Einfluss hat!

Praktische Maßnahmen zur Verringerung

Oder man schütz seine Räume bzw. Schlafräume durch einen faradayschen Käfig! Wobei man man dann aber neben den Wänden auch Decke und Boden abschirmen sollte. Dies erreicht man mit Abschirmfarbe (bis 40dB) wie YSHIELD (HSF74, PRO54 etc). Für das Bett gibt es einen Abschirmbaldachin, für die Wand Abschirmtapeten (bis 100dB) und es gibt sogar Abschirm-Kleidung. In diesem Sinne. Aber auch hier gilt , man sollte schon mal nachmessen, damit man prüfen kann ob man nur über den Tisch gezogen wurde bzw. damit man auch sieht ob das ganze wirklich wirkt. Denn es gibt auch viele die mit sowas nur Geld verdienen wollen.

Nun ist das Thema Funk-Strahlung wirklich nichts neues, bereits im Jahr 2006 warnte das “Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)” insbesondere vor der Strahlung durch schnurlose Telefone! Die Folgen sind nicht abzuschätzen und ganz sicher auch schwer nachzuweisen! Zudem gibt es angeblich keine gesicherten wissenschaftlichen Fakten oder nur welche die eben nicht anerkannt werden. Laut BfS gehörten Schnurlos-Telefone mit DECT damals zu den schlimmsten Schleudern von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung im Haus. Man rät zu Verzicht und wünscht sich neue Entwicklungen welche die Strahlenbelastung auf eine Minimum reduzieren hieß es damals. Nun , inzwischen hat sich durch ECO-DECT auch einiges getan, dass könnt ihr hier bei Wikipedia nachlesen. Dennoch gehört für mich DECT nach wie vor nicht in ein Babyfone!

Fazit ist also: Vor der berechtigten Angst vor erhöhter Belastung durch elektromagnetische Wellen schütz nur Wissen bzw. Gewissheit durch Messung sowie die damit einhergehende Auswahl Leistungsarmer Geräte mit dennoch ausreichender Reichweite. Sowie auch die Verwendungsweise , also ggf. auch nicht zulange schnurlos zu telefonieren , ODER ABER VÖLLIGER VERZICHT!

Authentifizierung und Verschlüsselung sowie HD-Telefonie in bester Klangqualität erfordern eben ihren Preis. Man kann sich dem Elektrosmog zwar nicht entziehen – aber wenigstens hat man die Möglichkeit die Belastung zu minimieren. Man kann z.B. ECO-DECT aktivieren; WLAN nachts deaktivieren; oder Energiesparlampen durch LEDs ersetzen und durch Netztrennschalter wenigsten Nachts in Ruhe schlafen uvm.!

Natürlich muss man den Komfort dann etwas einschränken, denn Internet-Radio via WLAN oder Fritz!Fon ist dann eben nicht mehr möglich! Dafür dann doch besser kabelgebundene Geräte! Bei DECT oder WLAN hört man von der Sendepower leider nichts, legt man aber sein Smartphone in die nähe eines guten Lautsprechers, dann hört man immer wieder den Verbindungscheck zum nächsten Mobilfunkmasten in den Lautsprechern. Das zeigt, da ist schon was! Und das klingt nun wirklich nach Power.

Praktisch: Messgeräte wie das Gigahertz Solutions HF35C (misst die Spitzenwerte – Peakwerte – der gepulsten Strahlung kann aber auch die mittlere Belastung messen) haben einen Messbereich von 1 bis 1999 µW/m²!

Das sollte man mit der Fritzbox und DECT beachten

Wenn man an einer Fritzbox 7490 WLAN aktiviert und DECT deaktivert und dann Messungen durchführt – stellt man selbst zwei Räume weiter noch eine Intensität von bis zu 100 µW/m² fest. Allerdings ist das teilweise sehr unterschiedlich selbst im selben Raum können es an anderer Stelle nur 5 µW/m² sein!

Mit aktivem DECT (deaktiviertem WLAN) misst man aber noch deutlich höhere Werte, das geht dann von 100 bis 700 µW/m²! Aktiviert man dann “DECT Funkleistung verringern“, so lässt sich die DECT Leistung schon mal auf die WLAN Messwerte verringern.

Noch schlimmer ist aber das WLAN von PC und Notebook, da kommt man aufgrund der Datenmenge und damit Funkstärke schnell über den Messbereich des Gerätes hinaus. Also über 2000 µW/m² bzw. 2 mW/m²!!!!!!!

Und selbst die Computermaus strahl je nach Typ mit bis zu 200 µW/m²! Eine Logitech Computermaus M705 ist hier – das zeigt ja auch schon die extrem lange Batterielaufzeit – schon deutlich niedriger unterwegs. Es gibt also immer wieder auch positive Ausnahmen.

Auch bzgl. Fritzbox muss man ggf. einiges beachten, wenn man z.B. einen Fritz!DECT 200 Adapter Fritz!DECT 200 Adapter verwendet , dann darf dieser nicht an der Fritzbox angemeldet sein , da sich sonst der “ECO-MODE” für die totale Abschaltung von DECT-Funk – wenn man gerade nicht telefoniert – sonst nicht aktivieren lässt.

Zudem müssen alle DECT Geräte über die ECO-DECT Funktion verfügen damit es funktioniert. Sobald man das DECT Telefon einmal abmeldet und wieder aktiviert muss man auch ECO-DECT wieder neu aktivieren, und dann am besten die FB einmal neu starten damit auch alles wirklich übernommen wird.

Wichtig ist also an Geräten die wirklich produktiv gebraucht werden und sei es auch nur der PC oder das Notebook zum Surfen , sollte man auf jedenfall ein ordentlich geschirmtes LAN Kabel wie dieses hier verlegen.

Man sollte auch nicht direkt neben der Fritzbox arbeiten sofern WLAN oder DECT aktiv ist. Man sollte zudem möglichst wenige Gespräche via Handy und Schnurlostelefon führen! Nachts sollte man über die Zeitschaltung / Nachtschaltung das WLAN als auch DECT von 22 bis 7 Uhr abschalten!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Selbst auf die gesetzlichen Grenzwerte könnt ihr euch nicht verlassen, dass zeigen euch schon die Länderspezifischen Unterschiede. In Italien sind es 100mW/m² und in DE dagegen gleich 9W/m² (bei DECT und WLAN). Das Nova Institut nennt einen realistischen Vorsorgewert von 0,1 W/m² und Baubiologen möchten Werte unter 10 µW/m²! Der Gesetzgeber bezieht sich vor allem auf die Erwärmung von Gewebe, weniger auf die athermischen Effekte.

Schon Paracelsus sagte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.

Erstellt von Andi

Ich bin Andi, lebe im Süden Deutschlands (Bayern) und seit ich mein Elektrotechnik-Studium abgeschlossen habe, veröffentliche ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit praktische Erfahrungen, die ich vor allem mit Technik so mache. Da es heute Technik im Überfluss gibt, ist es umso wichtiger, sich nur das zu kaufen was wirklich taugt und Wert hat. Deshalb möchte ich euch hier immer wieder die besten Produkte verschiedenster Bereiche vorstellen. Über euer Feedback, sowie Verbesserungsvorschläge und Wünsche würde ich mich wirklich sehr freuen.

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