Paypal Käufer- und Verkäuferschutz auf was man achten muss

Paypal Käufer- und Verkäuferschutz auf was man achten muss

Paypal ist der bekannteste Online-Bezahldienst in Deutschland! Es ist ein Tochterunternehmen von Paypal und wird weltweit von 192 Millionen (!!!) Menschen genutzt. Paypal ist einfach und bequem, allerdings auch für den Verkäufer nicht gerade billig. Wenn man einige Punkte nicht beachtet, kann eine empfangene oder gesendete Zahlung auch zu ungewollten Risiken führen!

Wie schütze ich mich bei Paypal vor Betrügern und wie schütze ich mich bei Ebay-Kleinanzeigen vor Betrügern. Auf die wichtigsten Punkte dazu möchte ich hier in diesem Artikel eingehen.

Paypal Käufer- und Verkäuferschutz – auf was solltet ihr achten

PayPal Käufer- und Verkäuferschutz
PayPal Käufer- und Verkäuferschutz

So schützen sie sich als Verkäufer:

  • Ihr solltet auf jeden Fall immer nur an die bei der Paypal Zahlung hinterlegte Adresse versenden. Sollte der Käufer sich melden und eine andere Versandadresse angeben, in diesem Fall solltet ihr die Zahlung zurück gehen lassen. Dann fordert ihr den Käufer auf, die Zahlung nochmals mit der gewünschten Adresse (neuen Adresse) erneut zu zahlen! Andernfalls habt ihr keinen Verkäuferschutz und der Käufer könnte behaupten, dass er das Produkt nicht erhalten hat.
  • Prüft die Adresse an die ihr senden sollt und gebt diese sicherheitshalber auch bei Google und Google Maps ein! Bei höheren Geldbeträgen lasst euch eine Festnetznummer geben und ruft diesen auch dort mal an. So habt ihr im Problemfall eine Kontaktmöglichkeit.
  • Hat der Käufer zuviel bezahlt und möchte nun, dass ihr den Mehrbetrag an ihn zurückzahlt, so solltet ihr dies nicht ohne weitergehende Kontrolle tun! Kontaktiert in diesem Fall Paypal, da hier ein Betrug dahinterstehen könnte.
  • Außerdem hat man den Verkäuferschutz nur dann, wenn die Zahlung über „Waren und Dienstleistungen“ überwiesen wurde, dass erkennt man auch an der Gebühr, die man zu zahlen hat z.B. bei 72 EUR sind das 1,72 EUR. Dies entspricht 1.72EUR / 0.72(1%) = 2.389% des Kaufbetrags. Paypal gibt auf seiner Seite an, dass die Gebühr aus einer Pauschale von 1,9% + 0,35 EUR pro Transaktion besteht. Bei 2000 EUR Verkaufspreis macht des dann aber auch 38,35 EUR aus. Weitere Infos findet ihr auf der Paypal-Gebühren-Seite und einen Rechner findet ihr hier.
  • Ohnehin sollte man sich nicht allzu sehr auf die gutklingenden „Service-Leistungen“ von Paypal und Ebay verlassen. Denn im Streitfall ist es ohnehin eine zivilrechtliche Angelegenheit, die dann über die Polizei bzw. vor Gericht jeder selbst mit dem anderen klären muss. Paypal oder Ebay hilft euch dann keineswegs (dies musste ich leider selbst schon erleben). Das auf der Paypal-Seite vorgebrachte Argument, dass die Zahlung vom Käufer so nicht einfach wieder zurückgebucht werden kann, ist eigentlich falsch. In Deutschland darf eine Überweisung nicht ohne das Einverständnis des Kontoinhabers, auf dem das Geld eingezahlt wurde, zurückgenommen werden!
  • Wichtig ist auch, dass eure Anzeige wirklich den Tatsachen entspricht, also dazu gehört auch eine möglichst genaue Artikel-Beschreibung des Zustands in Wort und Bild! Wenn ein Produkt also z.B. einen Kratzer hat, dann reicht es hinterher nicht aus, einfach auf das Bild zu verweisen auf dem der Kratzer zu sehen war. Man muss auch in der Beschreibung ausdrücklich den Kratzer erwähnen.
  • Als Verkäufer muss man auch beachten, dass man „Versicherten Versand“ wählt, so dass man auch einen Nachweis darüber hat, dass das Paket auch angekommen ist. Die Sendungsnummer sollte man dem Käufer auch über Paypal gleich mitteilen, damit auch dort alles dokumentiert ist! Hierbei solltet ihr unbedingt beachten, dass ihr den Versandnachweis – also den Versandbeleg – mindestens 180 Tage aufbewahren müsst, denn solange hat der Käufer Zeit ein Problem bei Ebay zu melden.
  • Laut Paypal hat man auch keinen Verkäufer-Schutz, wenn man eine Zahlung als „Paypal Freundschaftszahlung“ bekommt. Diese ist gebührenfrei. Wenn aber das Paypal-Konto des Zahlenden gehackt wurde, dann bleibt man angeblich auf dem Schaden selbst sitzen. Andererseits hat dann auch der Käufer nicht die Möglichkeit einen Fall aufzumachen und das Geld zurückzuziehen, obwohl das Produkt in Ordnung war.
  • ACHTUNG: Auf Dienstleistungen und Fahrzeuge mit Motor hat man keinen Käuferschutz! Zudem sollte man aufpassen, da man innerhalb von 10 Tagen antworten muss, wenn der Käufer den Käuferschutz beantragt hat! Sonst können sie den gezahlten Betrag vom Konto wieder abbuchen.
  • Hat ein Verkäufer das Geld bereits per Paypal gezahlt und sagt dann doch, der er das Produkt persönlich abholt, dann lehnt dies unbedingt ab!! Sonst könnte der Käufer die Ware abholen und dann bei Paypal den Käuferschutz beantragen, da ihr keinen Nachweis habt, dass ihr auch die Ware versendet habt!
  • Achtet auch unbedingt auf den angeben Betreff bei der Paypal-Zahlung, da auch hier der Käufer bei Abweichung den Käuferschutz beantragen kann

So schützen sie sich als Käufer:

  • Für den Käufer ist Paypal eine tolle Sache! Die Gebühren übernimmt der Verkäufer, dieser sieht das Geld sofort auf seinem Konto gutgeschrieben und bei Problemen kann man den Käuferschutz von Paypal in Anspruch nehmen!
  • Drucken sie gleich die vollständige Beschreibung des Produktes incl. Bilder aus bzw. speichern sie diese ab, bevor sie bezahlt haben. Diese ist bei Problemen essentiell, und wird vom Verkäufer oft bei Bezahlung gleich entfernt bzw. noch geändert
  • Der Verkäufer verpflichtet sich, innerhalb von 7 Kalendertagen nach dem Zahlungseingang zu versenden!
  • Sollte dann der Artikel nicht ankommen bzw. nicht der Beschreibung entsprechen, dokumentieren sie die Abweichungen und senden sie diese über Paypal an der Verkäufer. Könnt ihr euch dann nicht innerhalb von 20 Tagen nicht mit dem Verkäufer einigen, so hilft Paypal weiter! So könnt ihr euer Geld komplett incl. Versandkosten zurückerhalten!
  • Schreibt als Käufer deutlich im Betreff, was ihr gekauft habt! Sonst könnt ihr – wenn ihr einen Backstein statt der Spielekonsole erhalten habt, den Backstein nicht reklamieren 🙂 … getreu dem Motto, es wußte ja keiner, wofür das Geld war.
  • Aber ACHTUNG, bei Paypal bekommt man die Rücksendekosten nicht erstattet! Wenn man nun im Ausland etwas bestellt und es wurde das falsche Produkt geliefert, so muss man die Waren auf eigene Kosten zurücksenden. Dies macht z.B. bei einem kleinen Paket in die USA gleich 27 EUR aus! Es ist auch anzuraten, die Rücksendekosten selbst zu übernehmen, da bei Verlust nur der Auftraggeber einen Nachforschungsauftrag stellen kann. Hat der Verkäufer den Rücksendeschein in Auftrag gegeben, wäre er über einen Verlust natürlich froh (da er dann den Rechnungsbetrag der Ware nicht zurückzahlen muss). Ob er dann freiwillig einen Nachforschungsauftrag stellen würde, bleibt dahingestellt.

Probleme und Betrügereien

Allerdings gibt es auch immer wieder mal von Problemen und Betrügereien bei der Nutzung von Paypal zu lesen. Seid grundsätzlich immer vorsichtig, wenn Personen sehr großzügig mit Geld sind!! Gerade wenn sie euch hohe Versandkosten zahlen, um die Ware z.B. zu der Mutter zu schicken. Eine sehr bekannte Betrugsmethode ist der Dreiecksbetrug. Eine tolle Beschreibung dieses Tricks findet ihr hier.

Erstellt von Lena

Hi, ich bin Lena und Blogge hier seit 2010 neben meinem Job über Themen, die gerade so anstehen, wie z.B. Versicherungen, Fotobücher, Wordpress, Lernspiele für Kinder, Musik uvm.! Dieser Blog ist entstanden, da wir sowohl privat als auch beruflich mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert sind und wir ohnehin dazu Recherchen machen. Da lag es nah, unsere Ergebnisse auch euch zur Verfügung zu stellen. Außerdem dient der Blog dazu, Fehler und Probleme, die bei uns im Zusammenhang mit Software und Technik aufgetreten sind, zu besprechen und euch eine passende Lösung dieser Probleme an die Hand zu geben.

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