Kristian Birkeland und das Terrella-Experiment

Kristian Birkeland und das Terrella-Experiment

Kristian Birkeland, der norwegische Physiker (1867 bis 1917) war ein genialer Wissenschaftler. Er studierte Physik, Mathematik und Chemie und interessierte sich auch interdisziplinär. Und genau das macht einen “guten” Wissenschaftler aus, weil dadurch für Engstirnigkeit wenig Platz ist. Anstatt der sehr eingeschränkten Doktrin des Studiums sollte man sich sein Weltbild stets offen halten. Dazu muss es einem aber erst einmal bewusst sein 😉

Kristian Birkeland und das Terrella-Experiment

Er erforschte intensiv das Polarlicht und zeigte durch sein “Terrella-Experiment” – welches auch heute noch viele Menschen begeistert – das Elektronen der Sonne das Gasgemisch der oberen Erd-Atmosphäre zum Leuchten bringt. Die geladenen Sonnen-Teilchen werden vom Magnetfeld der Erde angezogen. Die Nachbildung ähnlicher Lichterscheinungen gelang ihm durch ein kugelförmiges magnetisches Modell der Erde. Er verwendete Vakuumröhren um die Vorgänge im Universum zu simulieren. Die Störung des Erdmagnetfeldes konnte er mit einem Magnetogramm sichtbar machen. Doch für seine Forschungen benötigte er Geld und das bekam er durch andere Erfindungen. Er erfand z.B. eine elektromagnetische Kanone, wobei aber die Demonstration vor wichtigen Leuten scheiterte, da es zu einem Kurzschluss kam (ähnlich einem Teilchenbeschleuniger).

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Er war Mitglied der “Norwegischen Akademie der Wissenschaften” und bereits mit 30 Jahren Prof. an der Universität in Kristiania (heute Oslo).

Das Birkeland-Eyde-Verfahren

Mit Sam Eyde (Ingenieur und Industrieller) entwickelte er 1903 das Birkeland-Eyde-Verfahren zur Herstellung von künstlichem Salpeter und Düngesalz. Eigentlich war Birkeland der Entwickler und Eyde der Manager des so gegründeten Unternehmens “Norsk Hydro”. Künstlicher Dünger war eine große Errungenschaft im Kampf gegen die Nahrungsmittelknappheit dieser Zeit. Birkelands Erfindung war dabei mehr als genial, da er zur Herstellung seines Düngers ja lediglich den Stickstoff aus der Luft sowie Energie (in diesem Fall die Energie eines Wasserkraftwerks) benötigte. Der Stickstoff wird dabei über einen Lichtbogen in einem Reaktor oxidiert. Hier mehr zum Birkeland-Eyde Process.

Das fahle Zodiakallicht

Von 1914 bis 1917 lebte er in Ägypten und betrieb dort ein Observatorium, wo er das fahle Zodiakallicht erforschte. Das ist ein punktförmiges Leuchten welches im Bereich des Zodiak (Tierkreis) begrenzt zu erkennen ist. Überhaupt interessierte er sich auch für die Ringe des Saturn, die Flecken auf der Sonne und viele andere Dinge. Sogar in Afrika, Indien und im Iran war er unterwegs.

Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wollte er dann doch über Japan wieder zurück in seine Heimat. Einen Monat nach der Ankunft in Tokio fand man ihn Tod in seinem Hotel. Er glaubte das man ihn wegen seiner Elektromagnetischen Kanone verfolgte.

Interessanter Link zur Sektrum

 

 

Erstellt von Andi

Ich bin Andi, lebe im Süden Deutschlands (Bayern) und seit ich mein Elektrotechnik-Studium abgeschlossen habe, veröffentliche ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit praktische Erfahrungen, die ich vor allem mit Technik so mache. Da es heute Technik im Überfluss gibt, ist es umso wichtiger, sich nur das zu kaufen was wirklich taugt und Wert hat. Deshalb möchte ich euch hier immer wieder die besten Produkte verschiedenster Bereiche vorstellen. Über euer Feedback, sowie Verbesserungsvorschläge und Wünsche würde ich mich wirklich sehr freuen.

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