Der Kunde zahlt nicht, was nun?

Der Kunde zahlt nicht, was nun?

Da die meisten Existenzgründer aufgrund von ausstehenden Forderungen (häufig im Bau und Handwerksbereich) scheitern, hier einige Info's was man in diesem Fall tun kann:

Prävention
-Eine Bank macht eine genaue Bonitätsprüfung, diese schützt vor bösen Überraschungen. Bei hohen Summen sollte man dies als Unternehmer ähnlich handhaben. Informationen wie z.B. Handleregisterauszug oder ändert sich z.B. Name des Geschäftsführers, oder springen die Gesellschafter ab usw.
Hat der Auftraggeber überhaupt die Kompetenz für die Firma einen Auftrag zu erteilen. Keine Angst vor sovielen Fragen, denn wenn dadurch ein Kunde abspringt, haben Sie die schwarzen Schafe gleich aussortiert.
Im Zweifel die Finger von einer Ltd. lassen!
1)Bankauskunft (muss Kunde freiwillig geben).
Informelle Auskünfte direkt bei Banker über deren Beziehungen.
2)Verbandsauskunft (kennen die schwarzen Schafe der Branche)
3)Schufa Auskunft (hier sind nicht alle Schulden eingetragen). Aber dinge wie “eidesstattliche Versicherung” oder auch Insolvenz.
4)Inkassodateien (leider nicht kostenlos)
-Kreditreform, Deutscher Inkassodienst, InfoScore
-Gibt es Vollstreckungen, ob es Pfändungen gibt etc.
5)Vernetzung: z.B. Kollegen fragen

Es reichen 14Tage diese Informationen einzuholen.

Was tun wenn es zu Ausfällen kommt
-Nicht gleich böse Briefe
-Zwei möglichkeiten sein Geld zu bekommen
1)Zivielrechtlich
-z.B. eine freundliche Erinnerung schreiben
-wenn dann nichts geschieht, einfach persöhnlich anrufen
-dann erste Mahnung in Verbindung mit einem Anruf
-Mahnbescheid durch Amtsgericht erlassen (Gebühren, Online möglich). Der Schuldner kann innerhalb 2 Wochen Widerspruch einlegen.

2)Strafrechtlich:
-Informationen über Inkassounternehmen und prüfen ob eine strafbare Handlung vorliegt.
-Anrufen und “drohen”, wie können wir uns einigen.
“Wenn du jetzt nicht zahlst, dann hast du eine strafbare Handlung begangen, dann zeige ich dich an”. Aber wir können uns gerne auf eine Ratenzahlung usw. einigen.
-Oft wird das Vermögen vom Mann zur Frau übertragen, und man kommt nicht mehr an sein Geld. Allerdings ist Vermögensverschiebung eine Straftat, diese kann man bei der Polizei anzeigen, dann wird das Vermögen rückabgewickelt. Dann kann gepfändet werden. (Grundbuchamt, Handelsregisterauszug, KfZ Amt)
-Mahnbescheid ist kostengünstigste Weise das Geld zu erhalten.

Wenn man durch Ausflälle selbst zum Schuldner wird
-die meisten machen einfach nichts, dass ist falsch
-man muss dringend alle Gläubiger anrufen und reden
-auch mit dem Finanzamt sprechen (dürfen keine Existenzen vernichten, und unterstützen)
-seinen Gläubigern Ratenzahlungen anbieten (nur soviel anbieten wie man wirklich kann)

Was wenn der Kunde in der Insolvenz ist?
-Totalverlust der Forderung
-Rückschlagsperre
-Anfechtung

Der Kunde in der Insolvenz
Möglichkeiten zur Rettung der Forderung (Privat)Insolvenz:
-Anmeldung als Forderung aus “vorsätzlich begangender unerlaubter Handlung.
-Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung

Wenn man in Insolvenz geht
-Regelinsolvenz (läuft 6Jahre)
-Insolvenz ist ein anerkanntes Sanierungskonzept
-man verliert sein privates Vermögen (Lebenversicherungen kann man evlt. retten)

ps. Übrigends sind zwei häufige Gründe für das Scheitern auch darin begründet, falsch mit dem Finanzamt umzugehen oder auch Schwierigkeiten mit dem Steuerberater zu haben.
-Buchhaltung
-Steuererklärung

Quelle: Vortrag von Dipl. Kfm. Frank Wiedenhaupt

Erstellt von Andi

Ich bin Andi, lebe im Süden Deutschlands (Bayern) und seit ich mein Elektrotechnik-Studium abgeschlossen habe, veröffentliche ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit praktische Erfahrungen, die ich vor allem mit Technik so mache. Da es heute Technik im Überfluss gibt, ist es umso wichtiger, sich nur das zu kaufen was wirklich taugt und Wert hat. Deshalb möchte ich euch hier immer wieder die besten Produkte verschiedenster Bereiche vorstellen. Über euer Feedback, sowie Verbesserungsvorschläge und Wünsche würde ich mich wirklich sehr freuen.

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